Warum Partner wichtig sind, um Innovationen voranzutreiben

December 27, 2017
Warum Partner wichtig sind, um Innovationen voranzutreiben

Von Industrie 4.0 zu IoT: Die IT verzahnt sich immer mehr mit anderen Branchen. Gerade deswegen sind strategische Partnerschaften heute wichtiger denn je, um Innovationen voranzutreiben.

Beitrag von Annette Maier, Vice President & General Manager Germany, VMware

Hand aufs Herz: Hätten Sie Mitte der Neunziger Jahre darauf gewettet, dass Cloud Computing heute die Technologiewelt bestimmen wird? Dass der Arbeitsplatz in eine einzige App auf dem Smartphone passt? Dass Dinge über das Internet miteinander kommunizieren? Oder dass Autos vollkommen autonom fahren können? Die technologischen Entwicklungen der letzten 20 Jahre waren schlichtweg revolutionär. Sie haben ganze Branchen auf den Kopf gestellt – aber auch die IT-Industrie an sich verändert. Da die Digitalisierung in so gut wie allen Wirtschaftszweigen Einzug gehalten hat und klassische Leitindustrien mit der IT verschmolzen sind, sind komplett neue Geschäftsmodelle, Konkurrenzsituationen und Partnerschaften entstanden.

IT, Industrie 4.0, IoT – ohne Kooperation geht es nicht

Gerade in den neuen Trendmärkten wie Industrie 4.0 und Internet der Dinge (IoT) hängt die technologische Innovationskraft maßgeblich von strategischen Partnerschaften ab. Um kurz beim Internet der Dinge zu bleiben: Bei der Vielzahl an verschiedenen Anbietern und Standards stellt die Implementierung einer IoT-Lösung Unternehmen heute noch vor große Herausforderungen. Damit sie dennoch komplexe IoT-Anwendungsbereiche abdecken können, braucht es ein umfassendes Partnernetzwerk unter den einzelnen Anbietern. Ein Grund dafür, warum wir IoT-Allianzen unter anderem mit Fujitsu, Harman, Samsung und Atos gegründet haben – und wie kürzlich angekündigt, auch eine Partnerschaft mit SAP eingegangen sind.

Erfolgsfaktoren – Vertrauen und Verantwortung

Mehr denn je verdeutlichen die aktuellen Tech-Trends eben durch die enge Verzahnung zwischen Industrie und IT, wie wichtig ein offenes System ist, um neue Produkte voranzutreiben. Das System lässt sich mit der Silo-Architektur im Rechenzentrum vergleichen. Silos sind hinderlich. Ebenso ist es für die Innovationskraft in unserer Branche kontraproduktiv, wenn Technologieanbieter ihre Produkte und Knowhow vor anderen komplett unter Verschluss halten. Keine Frage: Die Herausforderungen vor allem am Anfang einer Partnerschaft können mitunter groß sein. Man denke an Unterschiede in den Unternehmens-und Landeskulturen oder bei den Verbindlichkeiten der Absprachen und gemeinsamen Ziele. Umso wichtiger sind daher Vertrauen, Transparenz und gegenseitige Verantwortung. Sie sind maßgebliche Faktoren, die über Erfolg oder Misserfolg einer Partnerschaft entscheiden.

VMworld 2017 – Unser Bestreben nach einem breiten Ökosystem

Bei VMware haben wir vor 20 Jahren als Virtualisierungsexperte angefangen. Heute bieten wir eine Vielzahl an Technologielösungen für alle Unternehmensbereiche an und ebnen den Weg für die Multi-Cloud – auch aufgrund der Tatsache, dass wir seit jeher auf strategische Partnerschaften gesetzt haben. In Deutschland allein sind es mittlerweile insgesamt 6.000 Partner. Und mit den Ankündigungen auf der diesjährigen VMworld US und VMworld Europe haben wir unser kontinuierliches Bestreben nach einem breiten Ökosystem nochmal bekräftigt:

VMware AppDefense, Mobile Security Alliance und Container Service (PKS) mit Pivotal + Kubernetes-Initiative mit Google Cloud

Wir haben die Mobile Security Alliance (MSA) ins Leben gerufen, um eine Plattform für die Sicherung aller mobilen Endpunkte in einem Unternehmen anzubieten. Zu Beginn 2015 bestand die MSA aus zehn Sicherheitspartnern – heute sind es 23 Partner. Das MSA-Ökosystem ist in den letzten zwei Jahren mit der steigenden Vielfalt gewachsen und umfasst Endpunkt-, Anwendungs-, Cloud- und Netzwerksicherheit sowie Authentifizierung und Analytik.

Für unsere neue Sicherheitslösung AppDefense haben wir von Anfang an wichtige Partner mit an Bord geholt und integriert: IBM Security, RSA, Carbon Black, SecureWorks und Puppet. Mit AppDefense überwachen wir Anwendungen in virtualisieren Cloud-Umgebungen und wehren Angriffe ab. Unsere Partner runden das Angebot ab. Sie bieten unseren weitere entscheidende Security Features wie Analytics, Orchestrierung und bessere Variabilität.

Mit Pivotal nutzen wir unser gemeinsames Know-how, um einen neuen Pivotal Container Service (PKS) zu starten, eine Version der Open Source Technologie Kubo. Mit PKS erhalten Kunden weltweit eine einfache Möglichkeit, um ein produktionsreifes Kubernetes auf VMware vSphere und der Google Cloud Platform (GCP) bereitzustellen und zu betreiben.

5 Regeln für eine gelungene Partnerschaft zwischen Unternehmen

Kooperationen sollen die Energien von Unternehmen bündeln, sodass sie gemeinsam an neuen Lösungen, Produkten und Services arbeiten können. Jedoch lauern auch hier einige Fallen. Deshalb kommen hier meine 5 wichtigsten Tipps, wie Sie Ihre Unternehmenspartnerschaft zum Erfolg führen:

Damit keine Missverständnisse entstehen, sollten die Unternehmen vor Beginn der Zusammenarbeit die Ziele definieren und die unterschiedlichen Rollen besprechen. Auch die Verteilung von Zuständigkeiten sollte so früh wie möglich stattfinden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass eine Balance zwischen den Partnern besteht. Das bezieht sich nicht nur auf Rechte und Pflichten innerhalb der Partnerschaft, sondern auch auf die angemessene Verteilung des Erfolgs. Ein weiterer wichtiger Punkt besteht in der Festlegung von Zeitplan, Meilensteinen und Erfolgskriterien: Was soll wann erreicht sein? So wird verhindert, dass Aufgaben unerledigt bleiben oder unter Zeitdruck schlampig erledigt werden. Ganz wichtig: Interne Einigung kommt vor externer Kommunikation. Werden Interna ausgeplaudert, ohne dass sich die Partner vorher auf eine Kommunikationsstrategie geeinigt haben, ist die ganze Kooperation gefährdet. Im schlimmsten Fall verwandelt sich eine erfolgsversprechende Kooperation durch einen öffentlichen Skandal in einen Super Gau und schadet den beteiligten Unternehmen.

Wie beurteilen Sie das Thema Partnerschaften in unserer Branche – insbesondere in Bezug auf die Zukunftsmärkte IoT und Industrie 4.0? Ich freue mich über einen Austausch auf Twitter, LinkedIn oder Xing.


 
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