Warum Mobility Services für Autohersteller unverzichtbar sind

August 30, 2016
Warum Mobility Services für Autohersteller unverzichtbar sind

Beitrag von Matthias Schorer, Head of Strategy Consulting, CEMEA, VMware

neu Immer weniger junge Leute haben eine Fahrerlaubnis. Das Kraftfahrtbundesamt bestätigt mit dieser Aussage einen Trend, der sich seit Jahren ankündigt: Das eigene Auto ist kein Statussymbol mehr. Zugegeben, keine neue Erkenntnis – gerade jetzt jedoch ein essentieller Fakt für den Fortbestand der Automobil-Branche.

Für frühere Generationen mag das Auto noch immer einen hohen Stellenwert als Statussymbol einnehmen. Warum aber sind dann Car-Sharing Dienste so beliebt? Laut einer Studie von der UC Berkley verzichten für jedes Car2Go-Fahrzeug auf der Straße rund elf Personen auf ihr eigenes Auto. Und wen wundert es? Mangelnde Parkplätze, hohe Betriebskosten und steile Anschaffungspreise machen den Besitz eines Autos zunehmend unattraktiv – vor allem in Großstädten, wo alternative Transportmittel (weitgehend) zuverlässig sind.

Teilen statt besitzen lautet die Devise und das sind schlechte Nachrichten für Automobil-Hersteller, denn das bedeutet, dass Verkaufszahlen von Neuwagen stagnieren. Hersteller werden zur Anpassung ihrer Geschäftsmodelle gezwungen.

Rechenzentren auf Rädern

„Autohersteller müssen aufpassen, dass sie die Hoheit über die digitale Revolution nicht den Internet-Unternehmen überlassen”, warnt Dominik Wee, Connected Cars Verantwortlicher bei McKinsey. Damit bezieht er sich auf die immer größer werdenden Datenmengen, die sich schon heute aber vor allem in Zukunft in Fahrzeugen ansammeln müssen, sollen diese doch früher oder später autonom fahren.

Hinzu kommt, dass Kunden heute vernetzte und personalisierte Dienste mir hohem Nutzwert verlangen – das betrifft das Automobil genauso, wie Devices und Wearables. Um solche Services anbieten zu können ist permanente Datensammlung und Auswertung notwendig. Das ist auch der Grund, weshalb viele Kfz-Hersteller sich mit Internet-Spezialisten zusammentun. Ob die daraus resultierenden Fahrzeuge nun autonom fahren oder nicht – entscheidend wird für Endverbraucher (neben offensichtlichen Faktoren, wie Sicherheit) die integrierte Vernetzung sein, denn diese garantiert Komfort.

Mobility Services als USP

Künftig generieren Autohersteller ihr Geld also nicht ausschließlich über den Verkauf des Produktes. Zusätzliche Dienstleistungen müssen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg bereitgestellt werden. Das können Services, wie Vermittlung von Werkstätten, persönliche Concierge-Dienste oder Stauprognosen sein. Abseits solcher typischen Point-of-Interest Dienste liegt der Vorteil der gesammelten Daten jedoch in personalisierten Angeboten.

Verschiedene Fahrer haben unterschiedliches Konsumverhalten. Zum Beispiel kaufen BMW-Fahrer eventuell in anderen Geschäften ein, als VW-Besitzer. Daraus ergeben sich individuelle Werbemaßnahmen, ähnlich wie wir sie alle bereits aus dem Internet kennen.

Brauchen wir wirklich noch mehr Werbung mag man sich jetzt fragen – und hätte mit diesem Einwand sogar Recht. Die Antwort ist ein klares „Jain”, denn während Werbung sicherlich ein Teil der Mobility Services sein wird, sind es letztendlich andere Angebote, die dem Nutzer seinen gewünschten Mehrwert bringen. Das können Apps sein, die per Sprachbefehl Notizen aufzeichnen, Fragen beantworten oder Anrufe tätigen. Oder aber Streaming-Dienste, wie Netflix und Co. die für Beifahrer oder Rücksitz-Passagiere auf verbauten Displays laufen. Welche Anwendungen letztendlich Sinn ergeben und sich durchsetzen, wird ein ähnlicher Prozess, wie beim Vormarsch der Smartphones.

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