Warum ist unsere Geschäftswelt asymmetrisch?

March 3, 2016
Warum ist unsere Geschäftswelt asymmetrisch?

Underdog-Geschichten sind bei uns sehr beliebt: Der Kleine und Schwächere, der sich gegen jemand Stärkeren behaupten muss und letztendlich, entgegen aller Erwartungen, gewinnt. Vielleicht wurde deswegen die Geschichte über David und Goliath aus der Bibel so bekannt: Ein eher unauffälliger Kämpfer, der seine Schwäche in Stärke umwandelt und somit seinen größten Gegner überwinden konnte. Im Hinblick auf die aktuelle Situation unserer Wirtschaft, können tatsächlich einige Parallelen zu der biblischen Geschichte gezogen werden.

Schon immer waren die Marktanteile in der Geschäftswelt ungleichmäßig verteilt. Pat Gelsinger, CEO VMware, erklärte auf der VMworld 2015: „Menschen verändern stetig die Regeln des Spiels. So nehmen Start-Ups, die nichts zu verlieren haben, einfacher neue Modelle an. Damit bedrohen und attackieren sie im Markt etablierte Unternehmen.“ Zunächst waren es die großen, etablierten Unternehmen, die ganz traditionell von der Asymmetrie in der Wirtschaft profitierten. Fortschreitende Veränderungen in der Erwartung der Kunden, der Nachfrage nach neuen Technologien von internen Stellen und dem Zeitdruck auf dem Markt, balancierten dies in letzter Zeit jedoch zugunsten neuer Start-Ups aus. Agilität und Flexibilität stellen heute die zwei wichtigsten Komponenten des Erfolges dar – und hier liegt der Vorteil für die kleinen Rivalen, die noch keine komplexen Strukturen aufgebaut haben. Die veralteten Prozesse und Technologien verlangsamen die Reaktionen der großen Player.

Ganz im Sinne der biblischen Geschichte, würden wir demzufolge heute geradezu von David erwarten, dass er Goliath besiegt. Aus anfänglichen Zweifeln wird eine bestehende Erwartung.

Den entscheidenden Vorteil der Start-Ups gegenüber etablierter Unternehmen gab es jedoch nicht immer. Wann erreichten wir den Zeitpunkt, an dem sich die Märkte langsam den neuen Start-Ups zu ihren Gunsten zuwandten.

1. Zunehmend dynamischere Arbeitsplätze

Arbeit steht nicht mehr nur für den physischen Arbeitsplatz. Unsere Beziehung zum Büro hat sich durch die Modernisierung grundlegend verändert. Abteilungen werden zunehmend globaler und die Mitarbeiter produktiver, obwohl sie immer weniger Zeit am physischen Schreibtisch verbringen. Heute können sie ihre Arbeit von nahezu jedem Gerät an jedem Ort erledigen. Unternehmen, die dieses Potenzial erkennen und den Mitarbeitern in ihrer Arbeitsweise mehr Freiraum geben, profitieren von Produktivitätszuwachs und Zufriedenheit der Mitarbeiter

2. Mehr Arbeitskräfte unterschiedlicher Altersstufen

Heute arbeiten Mitarbeiter unterschiedlicher Generationen zusammen. Unternehmen müssen den Bedürfnissen der Generation X und Y, den Millennials und den Baby Boomers gerecht werden und künftig dabei behilflich sein, ihre digitalen Fähigkeiten zu fördern und verbessern.

Die Millennials wurden in der Vergangenheit als modernisierende Kraft hinter der Umgestaltung des Arbeitsplatzes gefeiert. Wichtig ist jedoch, diese nicht nach ihrem Geburtsjahr, sondern vor allem nach ihrer Einstellung gegenüber der modernen IT einzuordnen. Die digitalen Fähigkeiten bzw. Kenntnisse jedes Mitarbeiters sollte gefördert werden. Eine neue VMware-Studie ergab nämlich: Viele Mitarbeiter wollen bessere digitale Fähigkeiten! So wären 64 Prozent aller Befragten bereit, ihre digitalen Kompetenzen in der privaten Zeit auszubauen.

3. Unerwartete Ertragsflüsse

Aufstrebende Unternehmen wie Uber, AirBnB und Netflix beweisen, dass Umsätze jederzeit explodieren, aber auch versiegen können. Planung und Investitionen sind komplizierter als man denkt: Es erfordert einen flexiblen Unternehmensansatz, wenn man durch die schnelle Einführung neuer Produkte und Services konkurrenzfähig bleiben möchte. Zudem muss die Strategie ständig an die Herausforderungen der Unternehmensumwelt angepasst werden.

4. Verblasste Beziehung zwischen Investitionsbedarf und Marktpräsenz

Einen neuen Markt zu betreten, erfordert weit mehr als die bloße Erbauung eines neuen Gebäudes im gewünschten Land. Cloud Computing konnte Herausforderungen bezüglich des Zugriffs auf die jeweiligen IT-Infrastrukturen erleichtern. Es müssen also weniger Investitionen getätigt werden, um weiter wachsen und neue Märkte erobern zu können. Das gilt ebenso für die Markteinführung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftseinheiten. Einfach gesagt bedeutet die mobile Ära der IT, dass Unternehmen nun größere Umsatzchancen mit weniger Aufwand wahrnehmen können.

5. Neue Kundenbedürfnisse

Nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Kunden wenden sich verstärkt der mobilen IT zu. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie alltägliche Aufgaben nur von zu Hause aus oder im Büro erledigen konnten. Vielmehr wollen Kunden heute die Vorgänge selbst steuern und beobachten können und erwarten, dass die Unternehmen dieses Bedürfnis erfüllen. Betriebe, die nicht mithalten können, verlieren nicht nur Umsatz, sondern auch zunehmend Boden an die Konkurrenz.

Erfahren Sie mehr zur Zukunft von Business Mobility auf unserem Blog.


 
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