Drei Tipps, die den Einstieg in die IT garantiert erleichtern

May 20, 2016
Drei Tipps, die den Einstieg in die IT garantiert erleichtern

Beitrag von Annette Maier, Country Manager Germany, VMware

Annette_Maier_Country Manager Germany_2Um gleich vorab mit einem Mythos aufzuräumen: Der Weg in die IT-Branche führt nicht zwangsläufig über ein Informatikstudium. Denn zum Erfolg braucht ein Technologieunternehmen nicht nur die Innovationskraft seiner Softwareentwickler, Ingenieure und Techniker. Gleichermaßen wichtig ist auch die Kreativität seiner Experten in Marketing und Sales, das Fingerspitzengefühl seiner Personaler und Juristen oder das richtige People Management in der Geschäftsführung.

Laut BITKOM wurden in den vergangenen fünf Jahren mehr als 130.000 Arbeitsplätze geschaffen – 25.000 davon alleine in 2015. Damit beschäftigt die IT-Branche in Deutschland erstmals mehr als eine Million Menschen. In der Beliebtheitsskala der Arbeitnehmer in Deutschland kommt die IT gleich auf Platz zwei hinter der Automobilbranche. Die IT-Welt bietet also für Fachleute in den unterschiedlichsten Disziplinen eine berufliche Perspektive. Für sie ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, um auf der persönlichen Karriereleiter nach ganz oben zu klettern.

Dennoch höre ich im Gespräch mit Studenten, Auszubildenden oder jungen Managern an ihren ersten Arbeitstagen, dass es kein allzu leichtes Unterfangen mehr sei, in der IT-Branche Fuß zu fassen. Und oft höre ich von ihnen allen dieselbe Frage: „Was muss ich für eine erfolgreiche Karriere in der IT mitbringen?” Einen goldenen Weg gibt es zwar nicht, doch wer in der Welt der Bits und Bytes, Server und Speicher, Netzwerke und Netbooks einsteigen möchte, dürfte mit diesen drei Lektionen gut beraten sein.

Lektion Nummer Eins: Wichtigste Eigenschaft – Begeisterungsfähigkeit & Disziplin

Es ist noch kein Tim Berners-Lee, Steve Jobs oder Pat Gelsinger vom Himmel gefallen. Sie alle haben auch mal klein angefangen, in der eigenen Garage gewerkelt, studiert und vor allem gearbeitet, gearbeitet und nochmals gearbeitet. Egal ob geborener Techie, begeisterter Marketeer oder glänzender Jurist, erfolgreiche Professionals teilen alle eine besondere Eigenschaft: Sie begeistern sich für das, was sie tun, und sind bereit, alles über ihr Fach in Erfahrung zu bringen.
Sicherlich trifft der Leitspruch „Man lernt niemals aus” auf die sich schnell drehende IT-Welt mehr zu als auf jede andere Branche. So anders Technologie vor zehn Jahren funktionierte, so anders wird sie in den kommenden zehn Jahren aussehen. Daher müssen sich Berufseinsteiger in der IT vor allem in einer Disziplin üben: Lern-und Begeisterungsfähigkeit.
Sie bemerken aber hier und da vielleicht eine Wissenslücke? Dann definieren Sie sich selbst ein Lernziel und informieren Sie sich über Wege, dieses Wissen zu erhalten. Sei es in Weiterbildungsprogrammen, im Gespräch mit erfahrenen Kollegen oder den mittlerweile zahlreichen Auswahlmöglichkeiten an Online-Lehrgängen.
Das Prinzip lebenslanges Lernen geht mit der kontinuierlichen Analyse des Marktes und des eigenen Profils voraus und ist eine Grundvoraussetzung für dauerhaften Erfolg. Und wo das Wort dauerhaft benutzt wird, braucht es Disziplin, denn nur wer unnachgiebig und selbstbeherrscht am Ball bleibt, kann letztendlich dauerhaft mitspielen.

Lektion Nummer Zwei: Bei aller Professionalität und Spezialisierung – Soft Skills nicht vergessen

Natürlich sind in der IT Spezialisten gefragt, sei es Cloud-Experten, Juristen mit dem Spezialgebiet IT-Recht oder Manager, die die Eigenheiten des Marktes verstehen. So wertvoll eine gute Ausbildung und besonderes Know-How auch ist, so wichtig sind bei aller Professionalisierung in der IT-Branche die sogenannten Soft Skills.

Wer heute in einem globalen IT-Konzern arbeitet, ist mit Kollegen auf der ganzen Welt vernetzt, trifft sich in virtuellen Meetings mit seinen Teamkollegen, die in München, New York oder Hongkong sitzen. Wer sich da nur über sein Wissen definiert, wird schnell merken, dass dieses allein nicht ausreicht.

Für den Erfolg eines Projektes zählen in der IT ebenso Teamfähigkeit und Kommunikationstalent. Schon beim Einstieg sollten Berufsanfänger daher versuchen, so schnell wie möglich den Tunnelblick, den man an der Universität für sein Fach auferlegt bekommt, abzulegen.

Lektion Nummer Drei: Praxis schlägt Theorie – Vernetzung ist Trumpf!

Als Diplom-Kauffrau mit Abschluss in BWL hätte ich mir von dem deutschen Studiensystem mehr Praxisnähe gewünscht. Denn so viel einen Bücher auch lehren können, so komplett anders sieht oftmals die Realität des Berufsalltags aus.
Während Unternehmen bei Bewerbern mit einer Ausbildung in der Tasche reichlich Praxiserfahrung voraussetzen können, sieht es bei Universitätsabsolventen anders aus. Sich ins Getümmel zu werfen, Praxis durch Praktika in unterschiedlichen Unternehmen und Abteilungen oder im Ausland zu gewinnen, ist nicht nur ein Pro bei der Bewerbung beim Wunschunternehmen. Es ist auch ein Gewinn für die eigene Person. Denn die eigenen Stärken und Schwächen lassen sich durch einen sprichwörtlichen Schmiss ins kalte Wasser besser ausloten als durch langsames hineinfühlen. Nur an konkreten Projekten lernt man, sich selbst zu organisieren.
Zudem kann es nicht oft genug wiederholt werden: Wer weiterkommen will, braucht ein gutes Netzwerk! Dieses müssen sich Berufsanfänger natürlich erst aufbauen, aber umso mehr lohnt es sich, gleich von Anfang an in Kontakte zu investieren und sie zu pflegen. Sicherlich wird es dem ein oder anderen zunächst schwerfallen, aber das „Word of Mouth”-Marketing ist auch in Karrieredingen immer noch eine der erfolgreichsten Promo-Aktionen.

Eine aktuelle Studie hat herausgefunden, dass fast jede dritte Stelle über persönliche Kontakte vergeben wurde. Also ran ans Vernetzten – und zwar sowohl digital als auch im persönlichen Handshake!

Extra Tipp: Ratgeber Karriere

Ein spannendes Format, um mit Personalexperten aus der IT in direkten Kontakt zu kommen, bietet die Computerwoche gerade an: Beim „Ratgeber Karriere” geben Personalexperten individuelle Tipps rund um die Karriere – Ihre Fragen stellen Sie einfach unter dem jeweiligen Beitrag.

Zudem hat sich der IT-Journalist Achim Wagenknecht für die Studentenzeitschrift Unicum umgehört, was die eine Million Menschen in Deutschland im IT-Bereich eigentlich alle so machen. Seinen Artikel finden Sie hier.


Und falls Sie sich schon immer mal gefragt haben, was es bedeutet ein Teil von VMware zu sein, schauen Sie doch auf unserer Website für Bewerber vorbei!

 
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