Die IoT-Basis fehlt: Netzwerktechnologien im Rückstand

June 29, 2017
Die IoT-Basis fehlt: Netzwerktechnologien im Rückstand

Beitrag von Matthias Schorer, Lead Business Development Manager, IoT, EMEA bei VMware

So groß die Unsicherheit rund um das Internet of Things auch sein mag, die Grundvoraussetzung dafür ist eine funktionierende Technologie! Die enormen Chancen des IoT, über die ich in meinem letzten Beitrag ausführlich berichtet habe, lassen sich nur dann nutzen, wenn die entsprechenden Technologien vorhanden sind. Was halten deutsche Unternehmen für die wichtigsten IoT Enabler? Gibt es unterschiedliche Ansichten in KMUs und Großunternehmen? 370 Entscheider aus der DACH-Region wurden im Rahmen der IDG Studie „Internet of Things 2016“ befragt und geben Einblicke, wo es aus ihrer Sicht noch hakt.

Netzwerke noch lange nicht IoT fähig

Netzwerktechnologien stellen für die Mehrheit der Unternehmen einen entscheidenden Faktor dar. 55 Prozent aller Befragten halten 5G, LoRa oder Narrowband für die wichtigsten IoT Technologien. Beim Mittelstand scheint es jedoch noch die meisten Lücken in der Netzwerklandschaft zu geben. Hier nannten sogar sechs von zehn Geschäftsführern 5G, LoRa & Co als wichtigsten IoT Enabler – eine Einschätzung, die sich mit der Aussage der mittelständischen IT-Leiter deckte (62 Prozent). Das Ergebnis lässt den Schluss zu, dass die größte Herausforderung in Deutschland darin besteht, erst die Basis für IoT zu schaffen – eine Herausforderung die mit entsprechendem Investment verbunden sein wird. Es gibt also auf technologischer Ebene noch viel zu tun, bevor die Vorteile von IoT in den Unternehmen überhaupt zum Zuge kommen können.

Alles Cloud, oder was?

Das Thema Cloud Computing steht an zweiter Stelle der IoT Enabler. Immerhin die Hälfte aller Unternehmen geht davon aus, dass eine funktionierende Cloud Umgebung eine der Grundlagen für IoT ist. Unsere Erfahrung zeigt, dass hier noch große Verwirrung herrscht, vor allem was die verschiedenen Arten von Clouds angeht. Private, Public, Hybrid oder sogar Cross-Cloud – diese Frage beschäftigt IT-Abteilungen aller Unternehmen. In vielen dieser Fälle sind die Unterschiede und die damit verbundenen Sicherheits-Aufgaben nicht klar. Genau aus diesem Grund stehen Security Technologien bei 38 Prozent der Befragten an Stelle drei der relevanten Faktoren für IoT – wieder ein Faktor, der finanzielle Maßnahmen erfordert. Bei den Großunternehmen liegt der Fokus andernorts: 44 Prozent dieser Gruppe halten IT-Services für einen der wichtigsten Enabler. Mobility, Analytics und Embedded Systems landen auf den letzten Plätzen. Nur rund ein Drittel der Firmen ordnet sie als wichtig für die Umsetzung des IoT ein. Eine Ansicht, die sich vielleicht schon bald, nach erfolgreicher digitaler Transformation, ändern wird.

Unternehmen sind bereit zu investieren

Ob die Bereitstellung einer Netzwerktechnologie oder aber Cloud Computing und Security – eine stabile Basis für IoT bedeutet in jedem Fall, dass Geld in die Hand genommen werden muss. Die Studie zeigt: Die Mehrheit der Befragten rechnet mit erheblichen Investitionen in grundlegende Technologien, um das eigene Unternehmen überhaupt IoT-fähig zu gestalten. Der Löwenanteil der finanziellen Mittel (48 Prozent) wird dabei in Hardware wie Sensoren, Aktoren, Gateways fließen. Die Bereitschaft, in Cloud Services zu investieren ist nahezu genauso groß (42 Prozent). Immerhin noch etwas mehr als ein Drittel (39 Prozent) halten es für wichtig, Geld für IT Security aufzuwenden. Vor allem große Unternehmen mit einem IT-Budget über zehn Millionen Euro sind bereit, zu investieren. Gleiches gilt für die Chemie- und Pharmaindustrie sowie das Produzierende Gewerbe. Auch wenn die vollständige Digitalisierung ein langer Prozess ist –  mit der Bereitschaft, in das technologische Grundgerüst zu investieren, sind Unternehmen ganz sicher auf dem richtigen Weg.

Sind Ihre Systeme und Technologien bereit für IoT? Wissen Sie, welche Cloud für Sie die Richtige ist? Falls nein, dann helfe ich Ihnen gerne weiter. Kontaktieren Sie mich über Twitter @mschorer oder treffen Sie mich persönlich auf der VMworld Europe 2017 in Barcelona!


 
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