Ein Blick in die Glaskugel für Cloud-native Applikationen: Was erwartet uns 2017?

January 26, 2017
Ein Blick in die Glaskugel für Cloud-native Applikationen: Was erwartet uns 2017?

Cloud-native Applikationen stehen aktuell für Innovation und Agilität. Sie bilden gemeinsam mit dem SDDC die Grundlage für Unternehmenstransformation und Erfolg! Kit Colbert, CTO der Cloud Platform Business Unit bei VMware, stellt die fünf wichtigsten Trends vor, die 2017 im Vordergrund stehen werden. Mit inbegriffen sind aktuelle Themen wie Container Sicherheitslösungen und Pivotal Cloud Foundry (PCF), eine Open Source Cloud-native Application Platform.

Mit dem Launch von vSphere Integrated Containers (VIC) und der Photon Plattform im Jahr 2015 stellte VMware erstmalig die Cloud-native Application Initiative vor. Seitdem hat unsere Begeisterung für das noch im Entstehen begriffene Modell nicht nachgelassen – ganz im Gegenteil!

Daher besteht kein Zweifel mehr: 2016 stand ganz im Zeichen der Container. Die großen Player der Branche haben neue Open Source Projekte vorgestellt – auch VMware zog mit dem Launch von vSphere Integrated Containers als ein Open Source Projekt mit. Der Trend Richtung containerisierter, Cloud-nativer Infrastrukturen ist nicht mehr von der Hand zu weisen.

Was können wir also für 2017 erwarten? Mit den folgenden fünf Entwicklungen rechnen wir bei VMware auf alle Fälle:

  1. Kubernetes wird sich im Container Wettbewerb von seiner Konkurrenz absetzen

2016 entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen drei Container-Playern: Docker Swarm, Kubernetes und Mesos. Wir rechnen damit, dass sich Kubernetes 2017 an die Spitze setzen wird. Das Interesse an Kubernetes wächst bereits jetzt beträchtlich – sowohl bei Nutzern, Verkäufern, als auch bei der Open Source Community. Auf der VMworld Europe 2016 wurde schließlich Kubernetes as a Service auf Basis unserer Photon Plattform vorgestellt. Wir sind gespannt, ob Kubernetes die Konkurrenz dieses Jahr hinter sich lassen kann und mit zunehmend mehr Nutzern, Produktionsimplementierungen sowie vielen weiteren neuen Funktionen ein beständig wachsendes Publikum anlocken wird.

  1. Container nutzen zunehmend Virtualisierungstechnologien

Heutige Container setzen auf Technologien, die auf einem Linuxkernel basieren – einschließlich Cgroups und Namespaces – um Container auf dem Host-Rechner voneinander zu isolieren. Allerdings experimentieren bereits viele Unternehmen mit lightweight Betriebssystemen und Virtualisierungsfunktionen, die in moderne CPUs integriert werden, um so direkt transparent eine lightweight VM für jeden neuen Container zu starten. Dieses Vorgehen könnte ohne großen zusätzlichen Aufwand die Isolation und Sicherheit für Container steigern. Unsere Vermutung: von diesem Ansatz werden wir 2017 noch mehr hören.

  1. Ausgereifte Container Persistence Technologien kommen zum Einsatz

Bisher sind viele Container ‚staatenlos‘ – in anderen Worten: die Daten im Container werden vernichtet, sobald die Container-Instanz herunterfährt. Aus diesem Grund müssen alle Applikationen auf einer externen Datenbank oder durch einen anderen Storage Service gesichert werden. Das liegt hauptsächlich daran, dass die aktuellen Container Persistence Technologien noch unausgereift sind. Allerdings werden wir schon bald einen erhöhten Reifegrad der Container sehen können: Durch die Einführung des Kubernetes‘ PetSets, aufkommende Technologien, beispielsweise von PortWorx, aber auch durch unsere eigenen Fortschritte bei Container Persistence Technologien wie Docker Volume.

  1. Explosion der Sicherheitslösungen für Container

Laut einer Umfrage steht Sicherheit bei den meisten Container Nutzern an erster Stelle. Und das sollte es auch: Denn Sicherheitsprobleme rund um Container haben weitreichende Konsequenzen. Container Images könnten alte Library-Versionen mit Sicherheitslücken enthalten. Linux Container teilen sich einen Kernel und sind so durchlässigen Sicherheitsgrenzen ausgesetzt. Zudem stecken Sicherheitslösungen für Container weiterhin in der Anfangsphase. Aber es gibt ein Licht am Ende des Tunnels: Da immer mehr Container eingesetzt werden, wächst die Nachfrage von Unternehmen nach Sicherheitslösungen, um zu vermeiden, dass kritische Anwendungen und Daten unnötigen Risiken ausgesetzt sind. Viele große Unternehmen arbeiten an Lösungen, um diesem Bedarf entgegenzukommen – einschließlich VMware mit NSX. Sie können also mit aufregenden neuen Lösungen in den nächsten 12 Monaten rechnen.

  1. Pivotal Cloud Foundry erhält die wohlverdiente Auszeichnung

Container Technologien stehlen sich ins Rampenlicht – und das bereits schon seit mehreren Jahren. Zwischenzeitlich hat Pivotal Cloud Foundry (PCF), eine Plattform für Open-Source Cloud-native Applikationen, still und heimlich eine große Kundenbasis bestehend aus Cloud-nativen Entwicklern und Betreibern aufgebaut. Das Unternehmen überschritt erstmals letztes Jahr die Marke von 200 Millionen US-Dollar, was auf ein starkes und anhaltendes Wachstum in diversen Branchen hindeutet. Das Spring Boot Framework von Pivotal kann ein Wachstum mit astronomisch hohen Werten aufweisen und überschreitet mittlerweile die monatlichen Downloads von 2,5 Millionen. Wir gehen davon aus, dass 2017 DAS Jahr für PCF wird.

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