3 Fragen an Christel Horak, Global Account Manager, VMware – #WomenInIT

June 30, 2016
3 Fragen an Christel Horak, Global Account Manager, VMware – #WomenInIT

Beitrag von Annette Maier, Country Manager Germany

Annette_Maier_Country Manager Germany_2„Die Diplomatie des weiblichen Geschlechts ist durchaus hilfreich“

Frauen in der IT? Gibt´s nicht! Es gibt kein Vorurteil, das sich so hartnäckig hält und doch so falsch ist. Dies belegen auch erfolgreiche Frauen bei VMware Deutschland, die wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen. Grund genug für eine Interviewreihe von Frau zu Frau, an deren Anfang ein Interview mit unserer DACH-Marketing-Direktorin Svenja Habenschaden stand.

Weiter geht es nun mit Christel Horak, die als Global Account Director bei VMware weltweite Großkunden betreut. Sie hat es schon immer vom Dorf in die Stadt – und in die Welt getrieben: Im Münsterland geboren, nennt sie nun seit mittlerweile 15 Jahren Düsseldorf ihr Zuhause.

Annette Maier: Christel,  Du hast als studierte Betriebswirtin und Bachelor of Business Administration mehr als 15 Jahre Erfahrung in der IT: Was begeistert dich an der Technologiebranche und was muss man deiner Meinung nach für eine IT-Karriere unbedingt mitbringen?

tttChristel Horak: In einem Technologieunternehmen zu arbeiten bedeutet, dass kein Tag wie der andere ist. Monotonie ist in der IT ein Fremdwort. Vorherrschend sind Tempo und Flexibilität. Es geht um Innovationen, die Unternehmen zu mehr Erfolg verhelfen und Menschen in ihrem Alltag hilfreiche Unterstützung liefern. Ein schnelllebiges Geschäft, das nie zum Stillstand kommt, verlangt von einem Mitarbeiter, dass er sich kontinuierlich weiterentwickelt und neuen Herausforderungen stellt. Dafür muss man natürlich sicherlich auch eine gewisse Stressresistenz mitbringen – gleichzeitig ist dieses „Niemals Stehenbleiben“ extrem bereichernd und inspirierend.

Annette Maier: Aktuellen Zahlen zufolge fassen nur 15 Prozent aller Frauen nach ihrem Abschluss in einem MINT-Beruf Fuß, während es 31 Prozent ihrer männlichen Kollegen gelingt: Wie bewertest du das Thema Diversity in der IT-Branche aus deiner persönlichen Erfahrung?

Christel Horak: Den Eindruck, den die Zahlen vermitteln, kann ich durch meine persönliche Berufserfahrung bestätigen – leider! Obwohl es mittlerweile auch viele positive Beispiele bei VMware und anderen namhaften IT-Unternehmen gibt, Powerfrauen wie Sabine Bendiek, Meg Whitman oder Sharyl Sandberg etwa, ist die Branche weiterhin sehr männerdominiert. Zwar sehe ich auch bei großen Kunden zunehmend Frauen in führenden IT Positionen. Betrachte ich jedoch meinen Berufsalltag und den Durchschnitt der Kundentermine, so muss man sagen, dass die Frauenquote hier weiterhin gen Null tendiert.

Annette Maier: Bei der politischen Diskussion um eine Frauenquote ging es bisweilen heiß her: Was muss sich deiner Meinung nach ändern, damit es in Zukunft mehr Frauen in Führungspositionen geben kann?

Christel Horak: Das ist eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist. Grundsätzlich bin ich kein Befürworter der Frauenquote, da ich denke, dass die Entscheidung für eine Beförderung oder bestimmte Position im Unternehmen nicht vom Geschlecht abhängen sollte, sondern von der Leistung und Qualifikation. Allerdings ist eine Frauenquote in bestimmten Branchen sicherlich zum Start notwendig, um Frauen die Möglichkeit zu geben, sich in einer führenden Rolle zu beweisen.

Annette Maier: Worin sind „wir Mädels“ den männlichen Kollegen denn so voraus?

Christel Horak: Sicherlich hilft die Diplomatie des weiblichen Geschlechts an der ein oder anderen Stelle, um in schwierigen Verhandlungen und Diskussionen ein wenig Ruhe in die Situation „reinzubringen“…

Sie sind Student, Auszubildender oder Praktikant und haben Ambitionen, in die Welt der IT einzusteigen? Dann sind die folgenden Fragen zum Jobprofil eines Global Account Managers sicherlich hilfreich:

Annette Maier: Was genau macht ein Global Account Manager?

Christel Horak: Ein Global Account Manager verantwortet einen oder mehrere Großkunden auf weltweiter Ebene. Er entwickelt gemeinsam mit seinem Team eine globale Vertriebsstrategie unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten und steht dem Kunden als direkter Ansprechpartner zur Verfügung.

Annette Maier: Welche Eigenschaft ist in Deinem Job überlebenswichtig?

Christel Horak: An erster Stelle ist dies Durchhaltevermögen. Vertriebszyklen sind oft lang und durch interne, komplexe Prozesse beim Kunden, Testphasen und andere Umstände bestimmt. Anders  als beispielsweise im SMB-Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen fokussiert man sich auf einen einzelnen Kunden und arbeitet daher an wenigen, strategischen Projekten. An zweiter Stelle kommt ganz klar die Teamarbeit: Allein kann man in meinem Bereich wenig erreichen. Enge Teamarbeit, vor allem mit den Global Solution Consultants, ist absolut notwendig.

Und wer noch mehr über Frauen in der IT wissen möchte, kann sich hier eine passende Infografik ansehen (Quelle: coupofy.com).


 
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